Festplattenproblem

Aus dem Support:

> Ich habe den Eindruck, dass die Festplatte meines Notebooks
> geschwindigkeitsmäßig stark abgebaut hat, eventuell liegt ein
> mechanisches Problem vor. Daher würde ich die Festplatte gerne erneuern.
> Damit ich nicht alle Programme neu installieren muss,
> würde sich eine Festplattenspiegelung anbieten. Kennen Sie sich damit
> aus, bzw. können Sie so etwas durchführen?

Festplatten werden gefühlsmäßig im Laufe der Zeit immer langsamer. Jedes installierte (Auch wenn’s wieder deinstalliert wird) Programm hinterlässt seine Spuren und verlangsamt Windows.

Bei einer Imagekopie/Spiegelung) wird dieser Zustand 1:1 auf die neue Festplatte übertragen. D. h. die Neue ist genauso langsam wie die Alte.

Ein Defekt bei der Festplatte äußert sich eher durch Hänger (zwischendurch warten müssen) wobei meist auch Geräusche von der Platte zu hören sind, wenn sie versucht einen Sektor mehrfach zu lesen, oder durch Starten des Betriebssystems erst nach mehreren Versuchen.

Bevor nicht ein erhärteter Verdacht eines Festplattendefekts vorliegt bringt die Imagekopie also wenig (gar nichts). Im Internet sind diverse Festplatten Diagnosetools verfügbar. Man sollte zuerst bei dem Hersteller der Festplatte schauen. Wenn dieses Tool dann Fehler anzeigt, dann ist handeln geboten. Sie können auch in den BIOS Einstellungen des Notebooks schauen, ob bei der Festplatte irgendwas von SMART steht, das evtl. aktiviert werden kann. Dann meldet die Festplatte mit den eigenen Diagnoseroutinen bereits beim Booten mögliche Fehler. Die heutigen Festplatten sind da recht intelligent.

Im Internet kursieren eine ganze Reihe von Tools die Ihre Festplatte wieder schneller machen wollen, durch z. B. Defragmentierung oder Bereinigung der Registry. Der Erfolg ist meist zweifelhaft und die Performancesteigerung findet im Geldbeutel des Softwareherstellers statt.

Die unangenehme Wahrheit: Datensicherung (nur die selbst erstellten Dateien) und danach Windows wieder neu installieren, die Programme alle wieder installieren, Daten rücksichern und sich wieder über einen schnellen PC freuen. Das ist blöderweise auch die aufwändigste Aktion… Deshalb immer vorher prüfen ob der Aufwand noch im Verhältnis zum Zeitwert des Rechners steht.

Ganz verdammen möchte ich die Imagekopie aber nicht, da im Falle eines Falles dann wenigstens ein komplettes (und hoffentlich aktuelles) Backup zur Verfügung steht.

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